I Ask: Ponyboy + Alphacloud

1000 Tage.
So viel Zeit findet sonst meist nur in morgenländlichen Märchen Geltung.
Aber hier in Berlin steht die Zahl diese Woche unter einem ganz anderen Stern.

Ähnlich märchenhaft liest sich der Aufstieg des Indie-Labels Snowhite zu DER Institution für Berliner Newcomer Acts.
Sie packen da an, wo es für Musiker zu stressig, zu kompliziert oder zu aufwendig wird. Egal ob Bookings, Promotion oder Vertrieb – Snowhite ist dort, wo sie gebraucht werden.

Dies nehmen wir zum Anlass, um einige ihrer hauseigenen Acts mal über IHRE Anfänge auszufragen.
7 Momente, die die Entwicklung vom ersten Jamming bis hin zum Vertrag mit Snowhite beschreiben.
Heute mit dem wunderbaren Thomas aka Ponyboy and the lovely Jeanny und den Jungs von Alphacloud.

I Heart Beat:
1. Der Moment, als ihr das erste mal gemeinsam gejammt habt.

Ponyboy:
Aktuell betreibe ich als “Ponyboy & Lovely Jeanny” ein Musikalisches Soloprojekt.
In diesem Fall hat nicht das Jammen, sondern das Durchsuchen eigener, alter Diktiergerät Aufnahmen bei der Songfindung geholfen. Seit ca. 15 Jahren habe ich immer wieder musikalische Ideenschnipsel auf zahlreichen Medien festgehalten. Beim Durchhören all dieser Schnipsel gab es immer dann magische Momente, wenn ich eine gute alte Idee fand
und beim Mitspielen eine gute neue Idee hatte, was ich damit anstellen könnte.
Ich habe quasi mit mir selber gejammt.

Alphacloud:
Das war vor exakt einem Jahr. Andreas und Ich, William, durchgingen einen sehr langen Prozess um den richtigen Bassisten und Drummer für unseren Stil zu finden. Nicht weniger als 20 Personen versuchten sich bei uns im Proberaum.
Als wir dann die Formation gefunden haben, war unsere erste Probe eine Mischung aus Aufregung und Entspannung.
Wir wussten, dass wir gemeinsam weitermachen wollten. Es war die richtige Entscheidung.

I Heart Beat:
2. Der Moment, als ihr das erste mal euren Band-Namen auf einem Flyer/Plakat gelesen habt.

Ponyboy:
Als ich mit 16 Jahren anfing Musik zu machen, war ich gleichzeitig das einzige Bandmitglied mit gestalterischen Ambitionen. Insofern habe ich alle Konzert Plakate meiner ersten Band “Charming Crime” (Waverock) am Schulkopierer zusammengefumelt und dementsprechend häufig meinen Bandnamen auf Plakaten gelesen. Zum ersten mal richtig aufgeregt war ich, als ich den Namen meiner Band “Subterfuge” auf dem Plakat des Bizarre Festivals 2001 neben den Foo Fighters, Manic Street Preachers, Iggy Pop und anderen Grössen las. Wir spielten allerdings als zweiter Act des Festivals und
dementsprechend unspektakulär war dann unser Meet & Greet mit den Stars.

Alphacloud:
Das war tatsächlich sehr aufregend. Wir durften außerhalb Berlins auf einem Festival spielen und als wir uns auf dem Line-Up-Plakat erblickten, fühlte sich das großartig an.
Unglücklicherweise wurde das Festival allerdings abgesagt. Aber es war dennoch eine schöne Erinnerung unseren Namen auch außerhalb unserer Proberäume zu lesen.

I Heart Beat:
3. Der Moment, als die Fans das erste mal die Songs mitsingen konnten.

Ponyboy:
Auf unserer Subterfuge “I do birds” Tour 2001, hatten wir das Glück viel Promo und Airplay vom damaligen Viva 2 Musikkanal bekommen zu haben.
Auf einmal standen wir also vor gut gefüllten Clubs wie z.B. dem Marquee in Hamburg und die Leute konnten unsere Single “Silly Girl” mitsingen. Das war toll, denn schliesslich war dieser Song zum Mitsingen gedacht.

Alphacloud:
Haha, das ist uns leider NOCH nicht passiert. Aber wir arbeiten daran. Versprochen ;)

I Heart Beat:
4. Der Moment, als ihr das erste mal eure eigene CD in den Händen hielt.

Ponyboy:
1993 kam unsere erste Subterfuge CD “fabulous” heraus. Das erste Gefühl beim Betrachten des CD Covers war Enttäuschung, denn beim Drucken war ein Fehler passiert und das Cover sah anders aus als von mir gedacht.
Ausser mir fiel das allerdings niemandem auf, darum wich die Enttäuschung sehr bald dem Gefühl von Zufriedenheit über unseren ersten CD Release.
Das war doch was anderes als ein olles Demotape. Als ich vor kurzem zum ersten mal meine neue CD “The Life and Death of Ponyboy” in den Händen hielt, war es wieder da das Gefühl von Zufriedenheit. Es ist gut ein Projekt abzuschliessen.

Alphacloud:
Das war nicht allzu lange her. Es fühlte sich klasse an, als würde man einen langen Weg hinter sich lassen.
Dieses Gefühl, dass man realisiert, dass all die Liebe und Leidenschaft in diesem kleinen runden Ding steckt, ist unbeschreiblich.

I Heart Beat:
5. Der Moment, als ihr das erste mal ein Interview halten musstet.

Ponyboy:
Wir waren jung und des Interviewtwerdens noch nicht geübt. Demenstprechend verstockt waren unsere Antworten als wir mit Subterfuge 1994 vom WDR eingeladen wurden bei einer Radio-Sondersendung zur damaligen Kölner Popkomm live im Studio dabei zu sein. In der Rückschau – ich habe noch die alten Aufnahmen – waren unsere musikalischen Beiträge in der Sendung wesentlicher als unsere Wortbeiträge.

Alphacloud:
Es ist ein spaßiges Erlebnis, allerdings auch etwas verzwickt.
Man sagt so einfach so viele Dinge und will noch mehr erzählen – und vergisst dabei meist die Frage, die man beantworten sollte.

I Heart Beat:
6. Der Moment, als ihr euch zum ersten mal im Radio gehört habt.

Ponyboy:
Papa erzählt von früher: 1989 schickte besagte Band “Charming Crime” ihr erstes Demotape an die WDR Soundfabrik – eine Sendung in der Demos vorgestellt wurden.
Kurz darauf lief einer unserer Songs im Radio und ich war – auch wenn die Moderatorin Flora Jörgens unser 2 minütiges Keyboardintro hinterfragte – ganz schön stolz.
Am nächsten Tag durfte sich der ganze Schulhof den Radiomitschnitt auf dem Walkman anhören.
Als ich letzte Woche meinen Song “Trouble” bei Klaus Fiehe auf EinsLive hörte, war ich nicht minder stolz, denn ich schätze den Mann und seine Musikauswahl und habe mich gefreut, dass er mein Album mag. Diesesmal musste Facebook für die gute Nachricht herhalten.

Alphacloud:
Dies passierte vor Kurzem auf Flux FM. Es war grandios!
Stell dir mal vor, da sitzen tausende Menschen in ihren Zimmern und hören DEINEN Song. Der ein oder andere hat sich unseren Namen durch hoffentlich merken können ;)

I Heart Beat:
7. Der Moment, als ihr zum ersten mal kontakt mit snowhite aufgenommen habt.

Ponyboy:
Es gibt ja nicht mehr so viele Labels in Deutschland, die etwas wagen und trotzdem funktionieren.
Insofern war ich begeistert als Desi mir Snowhites Mithilfe bei der VÖ meines Albums anbat und habe gedacht, dass das gut passen würde. Nicht zuletzt weil ich viele der anderen Bands und Releases des Labels gerne mag: Stella, Die Sterne, Oh Napoleon, Zoot Woman …

Alphacloud:
Ich, William, habe mich im Februar mit Snowhite getroffen und wusste sofort: mit denen will ich arbeiten!
Sie sind so ein leidenschaftliches Team. Voller Feuer und Kreativität. Die ganze Zusammenarbeit fühlt sich so familär an – du weißt, dass sie alles geben und dass sie ihren Job einfach lieben.

Erste Einblicke hinter die Kulissen von Snowhite.
Wer diesen Post tatsächlich bis hierher gelesen hat, bekommt eine Überraschung:

Wir verschenken zwei Fan-Packages:
2 Ponyboy-CDs und 2 Alphacloud CDs.

Einfach eine Email mit dem Betreff “I Heart Snowhite” an christian ät pink-pong.de

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