▼ Posts written by Paquita


Eine Strasse verdunkelt sich unter der Nässe des Regens.
Eine Laterne wirft ihr schwammiges Licht auf den frühen Abend.
Ein frostiger Wind weht um die Dächer der Stadt.
Und ein Zugvogel breitet lächelnd seine Flügel aus.

In seinem schönsten Kleid verbeugt sich der Sommer vor dem Herbst. Was bleibt, sind die Geschichten, die er geschrieben hat.

Geschichten von welchen, die sich durch zeitlose Dimensionen tanzten, wo nebenher ahnungslose Frühstücker Rührei und Speck verzehrten, durch berauschende Parallelwelten schwirrten und mit schiefem Grinsen dabei zusahen, wie Sonne und Mond sich wieder und wieder begrüssten und verabschiedeten… In Glitzer getaucht, Konfetti ums Gemüt gehaucht, so rannten sie mit ausgebreiteten Armen unter freiem Himmel hin und her, und hin und her, und pflückten dabei Sterne.
Zu berichten auch von endlosen Nächten auf dem Balkon, bei Rotwein und schummrigem Licht sich angeblinzelt und die Welt aus den Fugen diskutiert. Das endlose Meer, Damen in feiner Aufmachung beim Kuchenverzehr.
Gedanken über Menschen, an deren Rucksack seit zehn Jahren derselbe Teddybär baumelt und Abenteuer in einem Dönerladen, wo sich Mädchen in hohen Haken und Jungs in viel zu grossen Jacken ihrer Pubertät und Mittagspause gnadenlos hingeben.
Zu guter letzt sind es Geschichten von Spaziergängen durch geheimnisvolle Märchenwälder, wo Moos wie Gras saftig aus dem Boden spriesst, darüber schwebend in Herbstgold getauchte Farne. Fliegenpilze und Wildschweine. Und hohe schlanke Baumstämme von dunkelbrauner Farbe. Bäume sind wahnsinnig lange auf der Welt… Der nächste Sommer kommt bestimmt.

Und Fräulein Montagsmais ist aus dem Urlaub zurück.

Wie Amerikanische Zeitungsjungs rasen sie auf Fahrrädern durch die Stadt und verteilen „Papergirl“ – eine Rolle aus Kunst. Nimmt der perplexe Beworfene anfangs fälschlicherweise an, es handle sich hierbei um eine herkömmliche Zeitung, wird er beim Öffnen sogleich eines Besseren belehrt: eine feines Sammelsurium aus künstlerischen Werken, weder editiert noch gedruckt, sondern lose und frei schmiegen sich Originale, Drucke, Fotos und Kopien verschiedenster Künstler lieb und sanft aneinander. Jede Rolle wird zum Unikat.

Die Ausstellung zum Projekt ist noch bis zum 23. Juli in der Neurotitan Galerie zu begutachten.

EIN WUNDERBARER FILM.


Glitzervögel, Zauberstäbe, Federhüte, Konfetti, Plastikschmuck, Tiermasken und Seifenblasen. Der kleine Wunderladen in Schöneberg (Hauptstrasse 18, 10827 Berlin) lässt so manches Feierherz ganz, ganz schnell schlagen!

Wenn wir denn schon beim kunterbunten Funkeln sind, ist an dieser Stelle gleich anzukündigen, dass sich der nächste Montagsmais wohl zwischen Tanz, Tekkno und grünen Bäumen in Lärz verfangen wird…

Frühstücken. (Rezept nach Etterstein)

Zutaten:

- Balkon oder offenes Fenster oder Bett
- Zwei oder mehr Personen (es sollte eine gewisse Sympathie herrschen)
- Mindestens ein Teller
- Halber oder ganzer Tag
- Speck
- Butter
- Eier
- Salat
- Tomaten
- Sonne
- Schwarztee
- Feta
- Oliven
- Schokoladenpudding
- Garnelen
- Süsse Küsse
- Käse
- Frische Brötchen
- Ahornsirup
- Croissants
- Obst
- Curry im Körbchen
- Physalis
- Gefüllte Peperoni
- Fritz-Limo (Melonengeschmack)

5 von 25 Ingredienzen (=20%) dürfen ausbleiben – ein gelungenes Unterfangen ist in diesem Falle noch immer garantiert. Zudem ist zu empfehlen, Operation Frühstück möglichst oft zu wiederholen - baden in des Lebens Süsse, jeden einzelnen Tag.

Piep, piep, piep, wir haben uns alle lieb, guten Appetit!

Plastik-Omas in zartgrünen Kleidchen, Flamingo Gabelsets, grosse und kleine Piknikkörbchen, Ziegenbutter Massagecreme, Froschköniggiesskannen… Der kunterbunteste aller Läden in Bern feiert dieses Jahr bereits seinen 10. Geburtstag – wir gratulieren herzlich und strahlen dankbar! Wer sich nur selten in Schweizer Gefilden aufhält, kann den ganzen Schmaus natürlich auch online (www.yamatuti.ch) geniessen und ihn sich direkt in die warme Stube liefern lassen.