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KDK mit Marten und den Sexinvaders

Nach zwei harten Feiern (Freitag & Samstag) steht der wahre Höhepunkt des kommenden Wochenendes für uns (The Sexinvaders) erst noch bevor: Unser guter Freund und Globetrotter Marten Hørger feiert nach mehreren Jahren der unglücklichen Terminlegung endlich mal wieder gemeinsam mit uns hinter den Decks. Und damit es sich auch lohnt spielen wir am Sonntag gleich zwei gemeinsame Gigs in Berlin:

Nachmittags besteigen wir den Wicked Tunes Truck (facebook event) und beschallen den Karneval der Kulturen (Wagen Nr. 92) mit satten Bässen!

Nach zwei RedBull und ner Pizza gehts dann zur Aftershowparty des Karnevals. Und zwar nicht zu irgendeiner sondern zu der Party in einem unserer Lieblingsclubs in Berlin – in´s MIKZ. Details zur Aftershowparty gibt´s hier!
Auch hier werden neben Marten und uns noch weitere Acts für ultimative Beschallung sorgen:

Marten Hørger (Smash Hifi)
The Sexinvaders (Pink Pong)
Tagträumer² (Blackfox Music)
Cherry aka BreakNtune (Dirty Funk)
JayKosy (BassPlanet)
… und viele mehr.

Das Bahnfahren ist eigentlich ein nostalgischer, ruhiger, stressfreier Reisestil.
DOCH Sonntagabend wird der Benimmbogen für friedliche Koexistenz deutlich überspannt: brüllende Kleinkinder, gestresste Eltern und übertriebene Überladung lässt die Stirnader gefährlich zucken. Die Bahn – Die wahre Charakterschule des Menschens.
Hier ein Geduldsproben-Selbsttest:
Was soll man sagen, wenn im Hochsommer ein schwitzender, schwabbeliger und breit grinsender Herr fragt, ob neben Ihnen noch der Platz frei ist? Etwa „Oooaaaa ne, hau ab man!“?
Machen Sie nicht! Gequält nicken Sie freundlich. Eingekeilt zwischen dem Fenster und einer dicken warmen Masse schielen Sie auf die Uhr und erkennen, dass Sie ja immerhin schon 10 Minuten von der vier Stundenfahrt hinter sich haben. Mit einer bemerkenswerten, krampfhaft haltenden, engelsgleichen inneren Ruhe überstehen Sie die ersten zwei Stunden. Bis eine Businessfrau mit wichtiger und eindringlicher Stimme Sie aus dem 5-Minuten-Schlaf reißt und „Das ist aber mein Platz!“ brüllt. Sie zwängen sich mit Ihren viereinhalb Taschen an den Massen vorbei und stehen mit heruntergerutschten Henkeln nörgelnd im Durchgang. Test NICHT bestanden.
Doch spätestens mit dem ersten Schritt auf dem Gleis, den Wind in den Haaren, die Sonnenbrille auf der Nase ist es wieder da – das 3-Wetter-taft-Gefühl. Sie sind wieder ganz ruhig – und die Frisur hält.

Berlin, Montag Mittag, regnerisch und grau.
Das Wochenende dagegen: wunderbar sonnig, während der Wind lauwarm das vom Winter gezeichnete Gesicht umschmeichelt. Winterlinge und Schneeglöckchen kämpfen sich durch die harte Wintererde und flächendeckend breitet sich Bratwurstduft aus.
Ein Sonntagsspaziergang mit humpelnden Omis und ein Dorfmarkt mit selbstgemachten Kuchen. Hier ist die Welt noch in Ordnung, in Kittelschürze und Pantoffeln. Da riecht es im Dorf noch nach Mittag. Da gibt es 15:00 Uhr Kaffee und Kuchen auf der Veranda anstatt Latte Moccacino mit 200€ Vintage-Sonnenbrillen auf irgendwelchen trendy Stufen.
“Back to the Roots” ist der neue Trend für diesen Frühling – bodenständig und gemütlich, statt hip und pseudoegal.
Mal lieber den Vögeln beim twittern lauschen, als den Nachbarn und vor allem: lieber an sich selbst feilen anstatt am Facebook-Profil.

PinkPong-Logbuch des KommentarTors.
Sternzeit: vierundzwanzig zwei zweitausendölf.
Captain: KommentarTor.
Raumschiff Experience auf den Rückflug von Helsinki, Finnland nach Berlin, Deutschland.
Derzeitige Koordinaten: vier Bier nördliche Breite und fünf Wodka östliche Länge.
In zwei Tagen haben wir Kurs auf Berlin, Deutschland.
Wir können sagen: die Mission Finnland war ein voller Erfolg.
Der Auftrag „eine psychographische Routineuntersuchung des finnischen Volkes und seine Eigenarten“ aka. „Spinnen die Finnen?“ wurde mit Umwegen erfüllt.
Diese Umwege waren: Fähren-Fun nach Stockholm, Rubel-Rollen in Russland, Husky-Howdy in Lappland, Zeit-Zeuge in Estland und natürlich Sauna-Sause in Finnland.
Finnland-Fazit: I´LL BE BACK!

Kalt weht der Wind um das eisige Gesicht. Die Wimpern sind zusammen gefroren. Der Blick schweift über die Berge. Hart ist das Leben hier im Winter, oberhalb des Polarkreises.
Lappland – die nördlichste Landschaft Finnlands mit einer Bevölkerungsdichte von zwei Einwohnern pro Quadratkilometer.
Und noch immer fragt man sich: Gibt es das Grab des Weihnachtsmanns wirklich?
Die Antwort liefert der spannende finnische Film “Rare Exports: A Christmas Tale”
Typisch finnische wunderschöne Landschaft, abwesende lange Blicke der rauen Männer auf Schneemobilen und tote Rudolphs im Schnee.

In einer Woche trete ich selbst höchstpersönlich die Expedition Richtung Nordpol bei -25°C an und erforsche die Weiten, die Mythen und die Partys von Lappland!

Möge der Schnee mit mir sein!

Als ehemaliger Bar-Mitarbeiter weiß ich sehr wohl um den Verlust der Muttersprache des Trinkenden Bescheid.
Das läuft ungefähr so ab:
22:00 Uhr
“Hey, hi, na, sorry, kann ich bitte ein Bier haben?!”
01:00 Uhr
“Hey, ein Bier, bitte!”
04:00 Uhr
“BIER!”

Doch im wortkargen Finnland wird am Anfang des Abends kurz und knapp Anzahl und Getränk bestellt: “Zwei Koskenkorva”
Dies ist ein finnischer Wodka und heißt auf Deutsch so viel wie “sich ans Ohr fassen”.
Im Schatten der Nacht und des Rinnens der Zeit lässt sich das Umwandeln der Sprache in Handzeichen beobachten. So ist es hier nicht ungewöhnlich 04:00 Uhr früh viele hampelnde Menschen an der Bar zu sehen, die ein Peace-Zeichen (aka. zwei) machen und sich an den Ohren rumfummeln.

In diesem Sinne auf Finnisch Prost: “KIPPIS!!!” Denn lieber Wodka- Sorte, statt vieler Worte.