Tag Archives: marten hörger

Nun ist es schon wieder ein paar Wochen her, seit Meta mit den Invaders auf Tour war. Dies dritte Metavasion kommt dieses Mal live und direkt vom Brandherd nahe Stuttgart 21. Zusammen mit Marten Horger und John B. wurde im Romy S. in Stuttgart das Premierenevent einer neuen Partyreihe gerockt. WHATEVER! Was in diesem Falle keinen Ausdruck der Gleichgültigkeit darstellen soll, sondern den Namen des eben genannten.

Mit schwäbischer Gemütlichkeit, nicht zu verwechseln mit Gleichgültigkeit, strömten die ankommenden Gäste dann auch nach der Öffnung der Pforten in den Club. Es dauerte auch nicht allzulange, bis zu den Klängen von Marten Horger, der an diesem Tage eine ziemlich wilden Mix aus unterschiedlichen musikalischen Stilrichtungen, die ersten Füße (hochdeutsch: Beine) auf dem nahe der Bar liegenden Tanzboden zum Takt des Beats bewegt wurden. Bevor dann die Sexinvaders  dran waren, gab es als Schmankerl noch ein paar wohltuende Old-School Hip-Hop Einlagen und Breakbeats.

Gewohnt explosionsartig legten im Anschluss die Sexinvaders los. Krachende Basslines und unter die Haut fahrende Vocals prasselten auf die Ravegesellschaft ein. Mit einem Sonne, der an diesem Tag besonders gut aufgelegt zu sein schien. Hin und wieder ertönte auch ein bekannter Klassiker. Das Publikum wusste es zu danken und ging dicht an dicht gepresst weiter steil, ohne Rücksicht oder den Gedanken an Schonung für den Mainact des Abends. Dieser sollte  an diesem Abend kein geringerer sein als John B., selbsternannter International Superstar DJ. Schon das Ankommen und bereit machen für den Slot kann man als exzentrisch bezeichnen. Sein Aussehen so oder so. Von den Haaren, über die Gesichtsschminke bis zu den Klamotten. Hier legt jemand Wert auf sein Äußeres! Ob es im Sinne einer subjektiven Ästhetik, eines Sub-Kultur Hypes oder einfach nur um aufzufallen, wage ich hier nicht zu mutmaßen. WHATEVER. So erfolgreich der Mann ist, die Show ließ dieses Mal leider zu wünschen übrigt. Sowohl die Power die der Londoner DJ vom Mischpult aufs  Parkett zu bringen versuchte, als auch die Musikauswahl waren etwas dürftig. So ging die Nacht langsam zur Neige, ohne dass man eine erneute Exkstase durchlebend und bis zum  Ende euphorisiert nach Hause gehen konnte.

Soll uns nicht weiter stören. Big things coming up. Von der Stuttgarter Couch führt die 5 YEARS THE SEXINVADERS TOUR über Österreich, Italien, Niederlande nun am kommenden Wochenende wieder in die Schweiz. Dort wird im Blok wieder die Luzi abgefackelt, zusammen mit den Freunden von The Stereo Youth, Pete Dä Kneter und Lenz.

Bevor es danach wieder ab nach Berlin ins Gretchen geht und das Event stattfindet, auf das wir alle schon sehnsüchtig warten: Pink-Pong presents 5 YEARS THE SEXINVADERS. Mehr dazu näche Woche. Auf euch wartet ein MetaVasion-Special. In diesem Sinne: Save the Rave!

Vielen Dank an der Stelle auch an Aaron von Upscene-Photography für das knipsen und bereitstellen der Bilder.

„Meta steht für meta, aber Meta ist nicht immer nur meta“. Mehr müsst ihr eigentlich erstmal nicht wissen. Aber ich bin mal nicht so. Hier noch ein paar Facts zu meiner Person, sodass ihr euch den Typen besser vorstellen könnt, der hier ganz unverblümt mit Worten und Sätzen um sich sprüht.

Mein Herz schlägt am schnellsten und stärksten, wenn ich an Tech-Electro-Rave-Deep-to-the-Heart-Shit denke! So sieht‘s aus! Allein schon wenn ich daran denke…Und darum ging es in letzter Zeit verstärkt, in vielen Gespräche über das Leben als DJ/Musiker. Nach unzählige Partys mit den Sexinvaders habe ich nun beschlossen über diese meine Erlebnisse und Eindrücke zu schreiben und euch so daran teilhaben zu lassen. Endorphininvasion hautnah, brought to you by Meta.

Ganz konkret auf einen Zeitpunkt reduziert beginnt die MetaVasion mit einem Wiedersehen in Isny im Allgäu. Der Geburtstadt von David und auch meine Heimat. Ich habe das Vergnügen an diesem Wochenende Anfang Juli in den südlichen Gefilden der Republik zwei ganz besondere Gigs der Sexinavders hautnah mitzuerleben. Den ersten als Location-Closing Act in Landshut, den zweiten als Festival-Headliner in Bad Waldsee.

Die Reise beginnt mit einer Autofahrt über die A96 und A99 an München vorbei nach Niederbayern. Im gemütlichen Halbgas eröffnet sich viel Raum für Kommunikation. Im Gespräch mit David stellt sich dabei einmal mehr heraus: Dieser auf den ersten Blick unscheinbar wirkende Bartträger hat mehr auf dem Kasten, als nur sporadisch hier und da mal ein paar Platten zu drehen. Erstens, ist das was er mit seinem kongenialen Compagnon Sonne veranstaltet sowieso nicht nur als ein bloßes Aneinanderreihen von Tracks zu bezeichnen, wie man es so oft von DJs gewohnt und oftmals Leid ist, sondern jeder Auftritt ist ein in sich stimmiges Gesamtkunstwerk. Zweitens blitzt in der öffentlichen Person David nur die Spitze der Persönlichkeit eines Menschen auf, der im Herzen neben der Liebe zur Musik auch viel Platz für seine Freunde und Mitmenschen hat. David wirkt im Gespräch nie abwertend oder herablassend. Er hat ein gutes Ohr für die Bedürfnisse in seinem Umfeld. Dazu kommt ein Humor, der von erfrischend bis derb reicht. Witze von der Stange: Fehlanzeige. Wobei? Hier und da rutscht ihm auch mal eine Floskel raus, die wenn er es selber bemerkt und es ihn stört, auch wenig später wieder zurückgenommen wird. So gestaltet sich die Fahrt im Kangoo angenehm und ich freue mich, auch Sonne bald wieder zu sehen.

Trotz des zunehmenden Erfolgs sind The Sexinvaders am Boden geblieben. Es gibt in der Welt von David und Sonne, abseits der exzessiven Partynächte, klar definierte Werte und Rollen. Diese sind wichtig und sorgen für die nötige Bodenhaftung. Die Beiden verstehen sich fast blind. Dies ist umso bemerkenswerter, wenn man spürt oder weiß wie gut die beiden aufeinander abgestimmt sind, trotz ihrer doch sehr unterschiedlichen Charaktere. Zumal beide auch in geographisch und kulturell sehr verschiedenen Regionen Deutschlands aufgewachsen sind. Die Kraft der Musik verbindet was vielleicht schon immer zusammengehört hat!

Die Harmonie und Eingespieltheit der Sexinvaders zeigt sich wieder, als David und ich im Hotel in Landshut angekommen auf Sonne treffen. Man merkt sofort, dass die beiden nicht nur auf der Bühne ein Duo bilden, sondern auch privat gute Freunde sind. Kurzum wird der weitere Ablauf des Tages bzw. Abend durchgesprochen. Im Anschluss dauert es nicht lang und es entwickelt sich aus ein paar eingeworfenen Kommentaren zum Thema Musik und den Gig am Abend ein Gespräch über diverse Künstler und Acts, Auftritte sowie eine ernsthafte und lebhafte Diskussion über Stil, musikalische Weiterentwicklung, Qualität von Musik-Sets und um Musikerpersönlichkeiten. Die beiden haben eine klare und fundierte Meinung wenn es um Musik geht. Als Außenstehender kann man hören und spüren wie die beiden, sich in ihrem Element befindend, aufblühen. Sie wissen wovon Sie sprechen; so wird die Welt um Sie herum für einen Moment ausgeblendet. Ein kleines Zeit-Vakuum entsteht. Unverkennbar verursacht aus Liebe. Zur Musik und Ihrem Beruf. Es geht auch um Authenzität. Vor allem wenn man als öffentliche Person ernst genommen werden und sich dabei sich selbst treu bleiben möchte. Das man den Beruf nicht wegen des Geldes und dem Erfolg ergreifen sollte, sondern es immer in erster Linie um die Musik gehen sollte. Diese Philosophie haben die Beiden durch und durch verinnerlicht, was Veranstalter und Fans zu schätzen wissen; „It’s all about music.“

Seit fast 5 Jahren bilden The Sexinvaders nun schon ein DJ-Duo. Zum Jubiläum begeben sich die zwei sympathischen Jungs wieder auf Tour, sehr zur Freude Ihrer Fans und generell allen Freunden der elektronischen Klangkunst. Ihre Musik kennt keine Grenzen, weder in räumlicher noch in musikalischer Hinsicht. Wo die beiden Berliner Feierfürsten hinkommen brennt die Luft und bebt der Boden. Von Barcelona bis Bangkok lassen Sie mit ihrer musikalischen Bandbreite Tanzbeine bis zum Umfallen wirbeln, bringen Massen zum bouncen oder auch mal grölend einen bekannten Chorus einstimmen. Und wenn der Rave richtig Fahrt aufnimmt und Fans und Künstler im Rausch verschmelzen gibt es nur noch ein Gas: Vollgas!

Beim obligatorischen Abendessen vor dem Auftritt wird nochmal viel geflachst, es werden Neuigkeiten ausgetauscht und gemeinsam erlebte Geschichten ins Gedächtnis gerufen. Die ein oder andere, sollte ich nun hier davon berichten, würde vermutlich dazu führen das ich vor der dem nächsten Partybesuch ein Non-Disclosure-Agreement unterzeichnen müsste. Es sind noch wenige Stunden bevor die Closing Party im Bauhaus mit dem Set der Sexinvaders den Höhepunkt des Abends erlebt. So langsam steigt die Vorfreude! Bei einer gemeinsamen Zigarette ergibt sich spontan ein Gespräch mit Sonne, kurz aber intensiv. Schon sein ganzes Leben lang dreht sich bei diesem Berliner Jung alles rund ums Thema Musik. Seit Kindertagen in ständiger Berührung mit verschiedenen Stilrichtungen hat sich in der Jugend seine Leidenschaft fürs Auflegen durchgesetzt. Auch als Produzent setzt Sonne schon lange seine Vorstellungen von Musik um, und hat nach seiner Ausbildung zum Koch mittlerweile den DJ-Beruf als hauptberufliche Tätigkeit auserwählt. Er ist ein ruhiger Zeitgenosse, sehr herzlich und teilt mit David den guten Humor und Musikgeschmackt. Aber auf der Bühne wird auch er zum wilden Tier. Von einem Augenblick auf den anderen. Der Spruch „Stille Wasser sind tief“ trifft bei Sonne zu wie die Faust aufs Auge. Und das ist gut so!

Nach der Nahrungsaufnahme wird im Hotel noch eine Runde gechillt. Nach mehreren Hundert Auftritten ist hier viel Routine dabei. Jeder der Beiden weiß für sich was er zu tun hat um die notwendige Energie für den Abend zusammenzubekommen, um später das Beste aus sich herauszuholen. Jeder Auftritt ist etwas neues, etwas anderes. Auch wenn in einer bekannten Location gespielt wird, jedes Mal ist Topleistung gefordert! Wenn man bedenkt, dass es für die Arbeitszeiten der Sexinvaders keine Stechuhr gibt nach der sich die beiden einen Rhythmus erarbeiten könnten, nicht immer eine leichte Aufgabe. Doch das ist es, was die Beiden am Tourleben schätzen! Die ständige Herausforderung und das Leben mit und in der Klangwelt. Die Kraft der Fans spüren! Mit Gleichgesinnten feiern und dabei schöne Erinnerungen schaffen.

Erlebt man die beiden beim Auflegen wundert man sich manchmal fast, wie die Beiden es immer wieder Schaffen so zu explodieren. Es ist schweißtreibend, ekstatisch, die Stimmung aufgeheizt. Selbst nah an der kompletten Verausgabung wird von David und Sonne gemeinsam mit dem Partyvolk ein Feiergeist heraufbeschworen, den man in dieser Form nicht alle Tage erlebt. Das ist es, was The Sexinvaders so sehenswert macht. Die Sprache der Musik erreicht die Menschen dort wo sie sie am besten fühlen können: Im Herzen! Auf den Körper und Geist lassen Sie Bässe und Vocals wirken. Dabei wechseln sich David und Sonne in absolut harmonischer Weise ab. Man pendelt dabei im Publikum oft zwischen völliger Erschöpfung und Vorfreude auf den nächsten Track. Man übersteht die Ruhephase, steigert sich wieder in den nächsten Gefühlsrausch und hofft ständig, dass die Nacht noch möglichst lange anhalte. Es geht um Ekstase und Beruhigung. Solange bis kein Stein mehr auf dem Anderen steht. Bis sowohl Musiker, Techniker als auch Barcrew und natürlich die Feiermeute verschwitzt aber glücklich dem letzten Track lauschen, nach welchem dann noch einmal die Jungs von Get Wet die Plattenteler übernehmen um das letzte bischen Feierenergie aus den Anwesenden Electro-Jüngern zu saugen. Nass sind sowieso schon alle!

Nur geringfügig gezeichnet von der Nacht geht es am nächsten Tag nach Bad Waldsee in Oberschwaben. Dort spielen The Sexinvaders als Headliner des zweiten Tages auf dem Young Culture Festival, auf dem am Tag zuvor schon der Local Hero Marten Horger die Plattenteller gedreht hat. Vor dem Auftritt am Abend wird den Tag über gemeinsam mit Freunden und Bekannten gechillt und Kraft getankt, bei kulinarischen Köstlichkeiten an Essensständen und einem kühlen Getränk am See. Bis die Dunkelheit hereinbricht und sich die Feierwütigen wieder vor der Bühne versammeln; Dann heisst es wieder: „Electro on!“

Es ist ein runder Abschluss für ein wildes Wochenende. Man munkelt, es wartet schon bald der nächste Rausch mit Freunden. Mehr dazu in der nächsten MetaVasion.

Marten Hörger Cover Digitate FM

Digitate is back in town, that means: time for another show on Digitate FM. Today I got a present for – directly from south germany. It´s a track by Uppermost: Cake Shop Is Dope! The track became a new flow by Marten Hörger a great producer and DJ from Ravensburg. I saw him on a festival close to his city and I got a big brainwash from his dj set. Once again I hope you enjoy the tune. See you next time on Digitate FM. Clap clap.

Uppermost – Cake Shop Is Dope (Marten Hørger Edit V2)