
Eine Strasse verdunkelt sich unter der Nässe des Regens.
Eine Laterne wirft ihr schwammiges Licht auf den frühen Abend.
Ein frostiger Wind weht um die Dächer der Stadt.
Und ein Zugvogel breitet lächelnd seine Flügel aus.
In seinem schönsten Kleid verbeugt sich der Sommer vor dem Herbst. Was bleibt, sind die Geschichten, die er geschrieben hat.
Geschichten von welchen, die sich durch zeitlose Dimensionen tanzten, wo nebenher ahnungslose Frühstücker Rührei und Speck verzehrten, durch berauschende Parallelwelten schwirrten und mit schiefem Grinsen dabei zusahen, wie Sonne und Mond sich wieder und wieder begrüssten und verabschiedeten… In Glitzer getaucht, Konfetti ums Gemüt gehaucht, so rannten sie mit ausgebreiteten Armen unter freiem Himmel hin und her, und hin und her, und pflückten dabei Sterne.
Zu berichten auch von endlosen Nächten auf dem Balkon, bei Rotwein und schummrigem Licht sich angeblinzelt und die Welt aus den Fugen diskutiert. Das endlose Meer, Damen in feiner Aufmachung beim Kuchenverzehr.
Gedanken über Menschen, an deren Rucksack seit zehn Jahren derselbe Teddybär baumelt und Abenteuer in einem Dönerladen, wo sich Mädchen in hohen Haken und Jungs in viel zu grossen Jacken ihrer Pubertät und Mittagspause gnadenlos hingeben.
Zu guter letzt sind es Geschichten von Spaziergängen durch geheimnisvolle Märchenwälder, wo Moos wie Gras saftig aus dem Boden spriesst, darüber schwebend in Herbstgold getauchte Farne. Fliegenpilze und Wildschweine. Und hohe schlanke Baumstämme von dunkelbrauner Farbe. Bäume sind wahnsinnig lange auf der Welt… Der nächste Sommer kommt bestimmt.
Und Fräulein Montagsmais ist aus dem Urlaub zurück.











